Jan Amos Komensky
Sein Leben
Er studierte evangelische Theologie, wurde Lehrer und 1616 Prediger. Er war ein begnadeter Pädagoge und Reformator des Schulwesens.
Nach der Schlacht am Weißen Berg (1621) hielt er sich versteckt und musste schließlich 1628 das Land verlassen, weil er nicht der kathol. Konfession angehörte. Comenius unternahm zahlreiche Reisen.
Ein Philosoph, Theologe und Pädagoge
Er verstand die Schöpfung als Weltgeschichte, an der der Mensch im Auftrag Gottes mitwirken soll. Dafür bedarf es der Einsicht in die Schöpfung, also einer universalen Bildung. Sie soll allen Menschen gleichermaßen offen stehen.
Komensky ist der Begründer der Didaktik. Er entwickelte die erste systematisch aufgebaute Didaktik der Neuzeit.
In seinen didaktischen Werken forderte Comenius allgemeine Reform des Schulwesens mit einer Schulpflicht für Jungen und Mädchen aller Stände mit einer einheitlichen Schulausbildung bis zum 24. Lebensjahr, Anschaulichkeit und Strukturiertheit des Unterrichts, Bezug des Unterrichts zum Alltag und vieles mehr.
Es sollen nicht nur Sprache (Muttersprache, ab dem 13. Jahr Latein), sondern auch Weltinhalte gelehrt werden. Die Unterrichtsmethode muss dem Lernprozess, der eher dem Spielen als dem Arbeiten verwandt ist, angepasst werden. Seine Lehrbücher und Bilderfibeln waren weit verbreitet.
Das berühmteste ist "Die geöffnete Sprachenpforte" die erstmals Sachunterricht und Sprachunterricht verknüpfte. Dieses Werk wurde in 12 europäische und auch mehrere asiatische Sprachen übersetzt. Es folgten eine Enzyklopädie für Kinder und die "Didactica magna". Sein philosophischer Grundsatz lautete: "Allen Alles in Rücksicht auf das Ganze zu lehren".
Außerdem verfasste Comenius religiöse Traktate, oft mit stark mystischen Einflüssen, und Schriften philosophischen und philologischen Inhalts.
Seine Schriften wurden oftmals übersetzt und bewirkten auf Grund ihrer überzeitlichen Gültigkeit, dass Comenius über die Landesgrenzen hinaus berühmt wurde.

